Die Förderung der Selbsthilfe in Schleswig-Holstein über die kassen-artenübergreifende Gemeinschaftsförderung erfolgt bedarfsgerecht und als reine Pauschalförderung. Sie bemisst sich nach folgenden Parametern:

 

Formale Kriterien:

 

Anerkennung der Förderwürdigkeit als

- Selbsthilfegruppe mit Sitz in Schleswig-Holstein

- Landesverband/-organisation der Selbsthilfe in Schleswig-Holstein

- Selbsthilfekontaktstelle für Schleswig-Holstein

 

Vor einer möglichen Förderung muss die antragstellende Selbsthilfegruppe oder Selbsthilfeorganisation von den Krankenkassen als förderungswürdig anerkannt worden sein. Grundlage für die Beurteilung bilden die einheitlichen Grundsätze der Spitzenverbände der Krankenkassen, die bundesweit gelten.

 

Förderungswürdig sind Selbsthilfegruppen, deren Aktivitäten sich auf die gemeinsame Bewältigung von Krankheiten und/oder psychischen Problemen richten, von denen sie -entweder selbst oder als Angehörige- betroffen sind. Unter anderem müssen eine kontinuierliche Gruppenarbeit und die regelmäßige Teilnahme der Mitglieder gewährleistet sein.

 

Ähnliche Voraussetzungen gelten auch für die Landesverbände/-organisationen der Selbsthilfe. Hier sind neben dem Sitz der Institution, den Aufgaben und der Ausrichtung z.B. auch die Anzahl der zu betreuenden Selbsthilfegruppen, die Anzahl der Mitglieder, die personelle Besetzung (hauptamtlich/ehrenamtlich) oder auch das Betreiben einer Geschäftsstelle mit entsprechender Ausstattung ein Bewertungsmerkmal für die Anerkennung der Förderwürdigkeit.

Letzteres gilt entsprechend für die Anerkennung der Förderwürdigkeit als SelbsthilfekontaktsteIle.

 

Grundlage für die Beurteilung der Förderwürdigkeit dieser Verbands-aufgaben bilden daneben die einheitlichen Grundsätze der Spitzenverbände der Krankenkassen.

 

Förderantrag auf pauschale Förderung

 

Die pauschale Förderung der Selbsthilfe im Rahmen der kassenübergreifenden Gemeinschaftsförderung erfolgt aufgrund eines entsprechenden Antrages.

Von den schleswig-holsteinischen Selbsthilfegruppen, den Landes-verbänden/- organisationen der Selbsthilfe und den SelbsthilfekontaktsteIlen ist für das Förderjahr jeweils nur ein Antrag auf Pauschalförderung zu stellen.

 

Die Höhe der Pauschalförderung beträgt maximal die beantragte Summe. Für länderübergreifende Sonderfälle behält sich die ARGE Selbsthilfe-förderung S-H vor, diese lediglich anteilig zu fördern

 

Weitere Einzelheiten zum Antragsverfahren regeln die beteiligten Krankenkassen/-verbände untereinander, ggf. in Abstimmung mit den Vertretern der Selbsthilfe.

 

Die Krankenkassen/-verbände in Schleswig-Holstein beraten und ent-scheiden gemeinsam über die Förderanträge. Entscheidungen werden einvernehmlich getroffen. Die Vertreterinnen und Vertreter der Selbsthilfe wirken daran beratend mit.

 

Antragsfristen und Verteilung der Mittel

 

Die Verteilung der Mittel in der „kassenartenübergreifenden Gemein-schaftsförderung" in Schleswig-Holstein erfolgt kalenderjährlich in zwei Förderrunden, der Hauptvergabe im Frühjahr eines Jahres und einer Restmittelvergabe im Herbst eines Jahres.

 

Für die Hauptvergabe der Mittel müssen die entsprechenden Förderanträge bis zum 31. Januar eines Förderjahres der ARGE Selbsthilfeförderung S-H vorliegen.

 

Anträge für Selbsthilfegruppen, die sich im Laufe des Förderjahres neu gegründet haben, sind bis zum 1. September bei der ARGE Selbsthilfeförderung S-H einzureichen.

 

Verwendungsnachweis

 

Der Zuschussempfänger ist zur Vorlage einer/s endgültigen Bestätigung/Nachweises über die Verwendung der Fördermittel verpflichtet. Dieser ist spätestens nach Abschluss des Haushaltsjahres einschließlich Geschäftsbericht- bzw. Tätigkeitsbericht bei der ARGE Selbsthilfeförderung S-H vorzulegen.